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Zukünftige Aktivitäten hinsichtlich der
Weiterentwicklung des Partnerschaftskonzepts zwischen der Gewerbeschule
6 in Hamburg und unseren
mosambikanischen Partnereinrichtungen: Zum Verständnis der Interessen der mosambikanischen Seite ist es notwendig, kurz auf die derzeitigen Situation im Bildungsbereich und der weiteren Perspektiven einzugehen: mit der Umstellung des Wirtschafts- und Gesellschaftssystems auf marktwirtschaftliche Verhältnisse wurde das bis dahin für die Selbstversorgung der Schulen bedeutsame Modell der Schulproduktion eingestellt. Seit etwa 2 Jahren fordert der neue Präsident Guebuza eine Umstrukturierung des Bildungssystems, die eine Erziehung der jungen Generation zu mehr Eigenverantwortlichkeit und Selbständigkeit ermöglichen soll. Zudem soll in den Sekundarschulen ab der achten Klasse ein berufsvorbereitender Unterricht in den Bereichen Holzbearbeitung sowie Land- und Viehwirtschaft implementiert werden. Mit der Einführung eines berufsvorbereitenden Unterrichts an den allgemeinbildenden Schulen in Mosambik sollen vor allem die Möglichkeiten der Schüler und Schülerinnen verbessert werden, durch eigene fachpraktische Fähigkeiten zu einer Verbesserung des Familieneinkommen beizutragen. Dadurch erkennen die Schüler, das der Erwerb handwerklicher Kenntnisse von unmittelbarem Nutzen für sie ist. Weiterhin bedeutet es, dass an den Schulen wieder ein Eigenbeitrag zur Deckung der laufenden Kosten erwirtschaftet werden kann. Für diesen berufsvorbereitenden Unterricht ist bereits ein Curriculum entwickelt worden. Allerdings wurde bei der Planung versäumt, die materiellen und personellen Rahmenbedingungen zu bedenken. Die Folge ist, dass die Einführung des berufsvorbereitenden Unterrichts nicht in diesem Jahr stattfinden kann, sondern nun für 2008 geplant ist, da zum einen keine ausgebildeten Lehrer und zum anderen kein Geld für die materielle Ausstattung der Schulen vorhanden ist. Das in Zusammenarbeit mit dem Erziehungsministerium entwickelte Partnerschaftskonzept mit der G6 in Hamburg sieht nun folgendermaßen aus:
Der Einstieg in die Berufsvorbereitung an der ESM im Bereich der Holzbearbeitung erfolgt zeitgleich mit dem schon vorbereiteten Einstieg im Bereich der Land- und Viehwirtschaft. Von der Deutschen Botschaft in Maputo wurde hier die Vergabe eines Geldbetrages zur Ausstattung einer kleinen Tischlerwerkstatt an der ESM in Aussicht gestellt. Damit ergibt sich an der Sekundarschule in Moamba die Möglichkeit, als eine Art Modellschule Erfahrungen im Bereich der Berufsvorbereitung zu sammeln, die bei der für 2008 geplanten landesweiten Implementierung der Berufsvorbereitung im Sekundarschulbereich von Bedeutung sein können. Durch die räumliche Nähe zur EPM und durch die schon bestehenden guten Kontakte zwischen beiden Schulen ergeben sich folgende Möglichkeiten der Kooperation zwischen ihnen:
Eine weitere Partnerschaftsreise mit Auszubildenden verschiedener handwerklicher Gewerke wird im Juni / Juli dieses Jahres stattfinden. Die Arbeit unserer SchülerInnen wird von den Dokumentarfilmern Uta Rüchel und Rüdiger Disselberger begleitet werden. Unter anderem planen drei junge Frauen, die sich in der Tischlerausbildung befinden, gemeinsam mit mosambikanischen Auszubildenden vor Ort Hobel zu entwickeln und zu produzieren. Die Idee ist dabei, dass Werkzeuge entstehen, die von den mosambikanischen Auszubildenden im weiteren Verlauf ihrer beruflichen Tätigkeit verwendet werden können. Zudem werden 4 SchülerInnen der Gewandmeisterausbildung an der Gewerbeschule 6 ihre Kenntnisse an die SchülerInnen der Sekundarschule in Moamba vermitteln, damit diese in Zukunft ihre Schuluniformen selbst herstellen und reparieren können. Ein Malerauszubildender und eine Raumausstatterauszubildende werden gemeinsam mit mosambikanischen Schülern die Unterkünfte der InternatsschülerInnen neu gestalten. Weitere Informationen zu unserer Partnerschaftsarbeit gibt es unter unserer Webadresse: www.gsechs-forum.de Eine DVD mit einem Film über die Partnerschaftsreise 2007 kann über Kristin Müller gegen eine Schutzgebühr von 10,- Euro erworben werden unter tinemueller@web.de
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