 Gesamtschule
Blankenese
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22587 Hamburg
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4288280
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Lz. 139/5077
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www.gsbl-hh.de/
Schwerpunkte/
Solarenergie.php
Ansprechpartner:
Clemens Krühler
Tel.: 040 392972
Dr. Horst Schneeweiß
Tel.: 040 387797
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Am 09.02.2002 wurde der Gesamtschule Blankenese im Rahmen der Synodentagung der Nordelbischen evangelisch-lutherischen
Kirche von Bischöfin Maria Jepsen und von der Präsidentin der Synode, Frau Elisabeth Lingner, der "Förderpreis Eine Welt 2002"
verliehen. Der Preis ist mit 1534 Euro dotiert. Die Gesamtschule Blankenese erhielt die Auszeichnung wegen der vorbildlichen
Arbeit innerhalb ihrer Nord-Süd-Schulpartnerschaften.
Im Verlauf der letzten sechs Jahre hat die Gesamtschule Blankenese gemeinsam mit verschiedenen Partnern im Sonnengürtel der
Erde viele Projekte realisiert. Besondere Beachtung fand der Aufbau eines Wasserkraftwerks mit der Secondary School in
Ibungila/Tansania und der Aufbau einer Photovoltaikanlage an einer indianischen Schule im costaricanischen Regenwald.
Seitdem haben zwei weitere Projektgruppen der Gesamtschule Blankenese in
Tansania und
Nicaragua gearbeitet. Beide Projekte wurden in enger Kooperation mit dem
Ingenieurunternehmen SET-Wedel durchgeführt. Im Mai
beteiligt sich der Physikkurs des Jahrgang 11 an dem Feldbewässerungs-Forschungsprogramm der Leoner Universität mit einer
eigenen solarbetriebenen Pumpe. In Tansania werden im Juni Schüler der GS Blankenese mit Schülern der Secondary School
Ibungila das neu errichtete Internatsgebäude elektrifizieren und eine Aufforstungsaktion durchführen.
Seit 1995 beschäftigt sich die Gesamtschule
Blankenese intensiv mit Fragen der regenerativen Energietechnik. In den vergangenen vier
Jahren sind auf den Dächern der Schule eine Photovoltaikanlage, eine solarthermische
Anlage und ein Windrad installiert worden. Alle Anlagen sind im Unterricht (Natur und
Technik, Arbeitslehre) konzipiert und gebaut worden. Das Thema "regenerative
Energiequellen und Klimaschutz" bildet innerhalb des Wahlpflichtfaches "Natur
und Technik" einen roten Faden.
Ibungila liegt im südlichen Hochland
Tansanias und damit im Sonnengürtel der Erde. 1997 besucht eine 14-köpfige Schüler- und
Lehrergruppe der GS Blankenese erstmals die Partnerschule in Tansania. In ihrem Gepäck
befinden sich Materialien für den Bau einer Photovoltaikanlage und eines Solarkochers. In
gemeinsamer Arbeit wird die Schule als erstes Gebäude des Dorfes elektrifiziert.
Wie kann der wachsende Energiebedarf in
den afrikanischen Kommunen gedeckt werden, ohne die Fehler der Industriestaaten zu
wiederholen, nämlich Energieträger in riesigen Mengen zu verbrennen und einen
Klimawandel großen Ausmaßes in Kauf zu nehmen? Und: Kann die Schule Motor der
gesellschaftlichen Entwicklung sein, indem sie Handwerk und Landwirtschaft durch
Bereitstellung regenerativer Energiequellen fördert? Das sind die Fragen, die während
der gemeinsamen Arbeit zwischen Afrikanern und Europäern diskutiert werden.
50 m neben der Secondary School geht ein Wasserfall nieder, der
ganzjährig Wasser führt. Nichts liegt näher als die Kraft des fallenden Wassers zu
nutzen. Mit der Leistung einer 5 kW-Turbine können weitere Gebäude der Schule
(Werkstatt, Büro, Fachräume) elektrifiziert und den Dorfbewohnern Dienstleistungen (z.B.
Betrieb einer Maismühle oder einer Ölpresse) angeboten werden. Die Schule wird produktiv
und schafft sich eine neue Einnahmequelle. Im Herbst 1999 werden Schüler beider Schulen
ihr zweites Projekt in Angriff nehmen: Bau eines Wasserkraftwerks. Dieses Projekt wird in
enger Kooperation mit der Beschäftigungsgesellschaft "Ökologische Technik
e.V." und der Siemens-Gruppe in Graz durchgeführt. |