Ein Theaterprojekt mit der Schule Nr. 72 in St. Petersburg
 

Gymnasium Heidberg
Fritz-Schumacher-Allee 200 22417 Hamburg

Tel.: 040 428 892-02
Fax: 040
428 892-327

schulleiter@gymnasium-heidberg.de www.gymnasium-heidberg.de/

Ansprechpartnerin:

 

 

Das Theaterprojekt „Ein Ehemann für die Prinzessin“ entstand im Russischunterricht einer (ehemaligen) 8. Klasse des Gymnasiums Heidberg. In der schule wird ab der 7. Klasse Russisch als Fremdsprache angeboten. In diesem Fall sollte mit Hilfe von Projektarbeit für russische Muttersprachler/innen und Anfänger/innen der russischen Sprache gemeinsamer Russischunterricht durchgeführt werden. In der Russischgruppe der 8. Klasse befanden sich 13 Schüler/innen, unter ihnen 3 russische Muttersprachler/innen, 2 Kinder aus polnisch-deutschen Familien sowie 8 Kinder aus einsprachig deutschen Familien. Aus diesem Nebeneinander unterschiedlicher Herkünfte und kultureller Hintergründe sollte ein Miteinander werden.

Aus der Behandlung eines Lehrbuchtextes ergab sich ein Gespräch mit den Schüler/innen über russische Sitten und Gebräuche und auch darüber, wohin die russische Gesellschaft sich bewegt. Das war der Anstoß für das moderne Märchen „Ein Ehemann für die Prinzessin“ - eine gekonnte Mischung aus Märchen und modernem Russland. Das Märchen entwickelten die Schüler/innen zu einem szenischen Beitrag zum Gruppenwettbewerb des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen, mit dem sie den ersten Preis auf dem Bundessprachenfest in Konstanz gewannen.

Im Juni 2002 reisten die Schüler/innen zum Schüleraustausch mit ihrer Partnerschule Nr. 72 nach St. Petersburg. Die St. Petersburger Schule liegt im Norden der Stadt, in einer Gegend mit Betonbauten und heruntergekommenen Treppenhäusern. Das in der Mitte dieser grauen „Idylle“ liegende Schulgebäude wurde 1970 erbaut und nie renoviert. Die Kellerfenster sind mit Brettern zugenagelt, weil in den Kellerräumen das Wasser steht. Die Flure sind sauber, aber die PVC-Platten fehlen zum Teil - Ersatz gibt es nicht. Die Menschen in diesen Wohnvierteln sind vor allem mit dem eigenen Überleben beschäftigt.

Als die Hamburger Schüler/innen in ihrer russischen Partnerschule eine Videoaufnahme von der Märchenaufführung zeigten, entstand die Idee, dieses gelungene Theaterspiel zu erweitern und zur 300-Jahr-Feier in St. Petersburg gemeinsam aufzuführen – als ein Zeichen für deutsch-russische Zusammenarbeit. Die St. Petersburger Partner/innen arbeiteten voller Begeisterung an einer Erweiterung des Stückes: Sie ließen z.B. russische Schüler darin als deutsche Bewerber um die Hand der Prinzessin auftreten und gaben außerdem dem Ganzen einen passenden musikalischen Rahmen.

Für den September 2003 plante eine Gruppe von 10 Schüler/innen der Theatergruppe mit zwei Begleiterinnen eine Reise nach St. Petersburg, bei der u.a. das Stück aufgeführt werden sollte. Das Projekt wurde vom Hamburger Senat bezuschusst als Hamburger Beitrag zum 300jährigen Jubiläum der Stadt St. Petersburg. Die Unterbringung erfolgte in Gastfamilien der Schule Nr. 72. Der Pfarrer der evangelischen Kirche am Newskij - Prospekt, zu der eine russisch-deutsche Gemeinde gehört, hatte seine Kirche als Aufführungsort für das Theaterstück zur Verfügung gestellt. Der Leiter eines Restaurants wollte für die anschließende Feier die Getränke sponsern. Zu der Aufführung sollten u.a. St. Petersburger Schulen, an denen Deutsch unterrichtet wird, und deutsch-russische Vereinigungen und Institutionen eingeladen werden.

Zurück
----------------------------------------------------------------------------------------------------

©
Copyright 2006 - 2008: Büro für Kultur- und Medienprojekte gGmbH