NICARAGUA-PARTNERSCHAFT
 

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Heinrich-Hertz-Gesamtschule
Grasweg 72/76
22303 Hamburg

TEL 428891-132
FAX 428891-199
Lz. 203/5062
eMail:
hhsbuero@aol.com

www.hh.schule.de/hhs/

Ansprechpartner:
Herr Stöterau
Tel: 040 464491

 

Nicaragua ist eines der ärmsten Länder Lateinamerikas. Die sandinistische Revolution von 1979 beendete zwar eine jahrzehntelange Bereicherungsdiktatur der Familie Somoza, aber auch die Regierung der Frente Sandinista konnte die Hoffnungen der Menschen auf bessere Lebensverhältnisse vielfach nicht erfüllen. Nach einem massiv von den USA unterstützten Krieg der Konterrevolution und einem parlamentarischen Machtwechsel hin zu einer konservativ-restaurativen Regierung sind die Lebensverhältnisse in Nicaragua bedrückend.

Die Arbeitslosigkeit wird mit 5O% angegeben. Die Verschuldung pro Kopf ist eine der höchsten der Welt. Die Gesundheitsversorgung ist rückständig; die Kindersterblichkeit steigt. Die schulische Ausbildung wird immer mehr privatisiert und damit zu einem Privileg der wenigen, die Schulgeld und -material bezahlen können. Die allgemeine Schulpflicht soll auf vier Jahre reduziert werden.

Die Heinrich-Hertz-Schule hat seit 1984 Kontakte zu nicaraguanischen Kindergärten und Vorschulen. Aufgebaut wurden diese Beziehungen sowohl von Hartmut Neutzner, der von 1981 bis 1984 über den Deutschen Entwicklungsdienst (DED) in Nicaragua tätig war, als auch von John Stöterau, der unter anderem im Rahmen seiner Gewerkschaftsarbeit mit der GEW Nicaragua besuchte. Seit mehreren Jahren unterstützt die HHS die Vorschule „Héroes y Mártires del Fortín“ in Subtiava, einem sehr armen, zum Teil indianisch geprägten Vorort von León. In der Schule werden etwa 4OO fünf- und sechsjährige Kinder in zwei Schichten vormittags und nachmittags von 11 Lehrerinnen betreut. Dazu stehen der Schule fünf Pavillonräume zur Verfügung. Diese werden zur Zeit von den Eltern und Lehrern der Schule mit finanzieller Unterstützung der HHS renoviert und mit Schulmöbeln ausgestattet.

Unsere Schule beteiligt sich seit 1985 an der Container-Aktion der GEW - Hamburg und schickt jährlich mehrere Kunststofftonnen mit Schulmaterial, Spielen und Kleidung nach Nicaragua. Die Sammlung von Geldspenden an unserer Schule erbrachte durchschnittlich einen Betrag von etwa 2.000,- DM pro Jahr.

Besonders engagiert haben sich in diesem Jahr die Klasse 8g von Frau Clausen und die Tutandengruppe von Frau Neumann. Die 8g verkaufte am Tag der offenen Tür Produkte aus Entwicklungsländern und spendete den Erlös an unsere Partnerschule in Nicaragua, die Tutandengruppe spendete den Überschuß aus dem Verkauf der Cafeteria an die Vorschule. Gleichzeitig wurde eine Ausstellung „Hamburger Solidaritätsprojekte in León“ gezeigt, die als Wanderausstellung vom Hamburger Senat finanziell unterstützt und zuerst im Rathaus gezeigt wurde. Die Stadt Hamburg unterhält seit 1989 eine Entwicklungspartnerschaft mit Nicaraguas zweitgrößter Stadt León.  Eine ständige kleine Ausstellung mit Bastelarbeiten und Schreiben von unserer Partnerschule befindet sich im Flur des Hauses D beim Milchverkauf. Im August dieses Jahres war eine Gruppe von fünf Nicaraguanern aus León in unserer Schule einen Vormittag lang zu Besuch, um einmal einen Eindruck vom Innenleben einer Hamburger Schule zu bekommen. Teile der Klassen 10c und 8g konnten sich in Diskussionen von den ärmlichen Lebensverhältnissen in Nicaragua ein Bild machen.

Hartmut Neutzner und Horst Stöterau

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