 Max-Brauer-Schule
Grundschule
Bei der Paul-Gerhard-
Kirche 1-3
22761 Hamburg
Fon: 040 / 428982 - 0
Fax: 040 / 428982 - 30
Lz. 151/5076
eMail: info@mbs.hh.schule.de
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gr_oeffnung.html
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Guatemala ist
eines der Länder mit den größten sozialen Gegensätzen. 10% der Bevölkerung besitzen
90% des Landes. Die indianischen Ureinwohner machen mit 65% die arme Bevölkerungsmehrheit
aus. 87% leben unter der Armutsgrenze. 73% der Kinder sind unterernährt.
Überall im Land sind Selbsthilfe-Initiativen und
Basisbewegungen innerhalb
der indianischen Bevölkerung entstanden. Eine Schlüsselfrage dieser
Initiativen ist die Erziehung der Kinder.
Das öffentliche Schulwesen ist gekennzeichnet durch
zu wenige und schlecht ausgestattete Schulen, durch fehlende Lernmittel und durch
demotivierte Lehrer. Die drastische Armut der vorwiegend auf dem Land lebenden
indianischen Bevölkerung hat zur Folge, dass Maya - Kinder oft gar nicht erst zur Schule
geschickt werden, sondern schon früh zur Existenzsicherung der Familie beitragen müssen.
Speziell in Guatemala kommt hinzu, dass die Indianer - Idiome neben Spanisch erst ab
01.01.97 als zweite Amtssprache zugelassen sind, dass aber zur Umsetzung dieses
Beschlusses bisher keinerlei staatliche Hilfe gegeben wird.Die Gründung und Trägerschaft des CEMAT liegt in
den Händen des örtlichen Maya-Kulturvereins, der das pädagogische Konzept für die
Schule entwickelt hat, die sich als Modellschule für das ganze Land versteht.
Im Zentrum steht die Neubelebung der Maya-Kultur durch
Unterricht im Lesen, Schreiben, Rechnen in der Muttersprache und durch die Beschäftigung
mit der eigenen Geschichte. Jedoch wird auch spanisch unterrichtet; die Lerninhalte sind
so zusammengestellt, dass die Kinder auch den Anforderungen einer modernen Gesellschaft
gerecht werden.
Das Projekt wird unterstützt vom DED und von der Organisation S.I.S. in Bonn, die
Partnerschaften an Schulen vermittelt und betreut.
Außer der Max-Brauer-Schule
unterstützen noch zwei Berufsbildende Schulen in Delmenhorst die Schule.
Die Grundschüler der Max-Brauer-Schule schreiben an
die Schüler dort und erhalten Post und manchmal kleine Geschenke von den Schülern dort.
Sie berichten sich wechselseitig über ihr Leben, über die Schule; eine Klasse hat ein
Tierbuch angefertigt über einheimische Tiere, Hamburger Kinder schreiben über ihre
Stadt..., in einer 3. Klasse haben sich die Kinder in ihren Faschingskostümen gezeichnet
für die Partnerschüler und aufgeschrieben, was Fasching bei uns bedeutet, eine 1. Klasse
hat ein Memory gemalt.
Neben diesem Kontakt, der direkt Teil des Unterrichts
ist, ist natürlich die finanzielle Unterstützung wichtig. Einmal im Jahr führt die
Grundschule eine gemeinsame Unterstützungsaktion durch wie Weihnachtsbasar,
Freundschaftslauf oder Projektwoche mit -Fest. Daneben gibt es dezentral kleine
Unterstützungsaktionen oder Sammlungen wie Eintritt bei Klassenvorführunge, Singen auf
dem Marktplatz, Flohmarkt, Schuhe putzen, Essenverkauf für die Lehrer, bis hin zu
privaten Spardosen in einzelnen Familien.
Die Eltern unterstützen diese Aktionen durch Kochen, Backen, Spenden, Basteln und
Verkauf z.B. von Halbedelsteinen auf dem Basar usw. |