
Sophie-Barat-Schule
Warburgstraße 39 / Neue Rabenstraße 1
20354 Hamburg
Tel.: 040 45 02 29-10
Fax: 040 45 02 29-13
Ansprechpartner:
Uganda-AG, Heino Schäfer
schaefer@sbs hh.de
http://www.sophie-barat-schule.de/9/uganda/

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In
Kangole, Uganda leitet die Sacré-Coeur-Schwester Florence Tumukunde eine
weiterführende Schule für 500 Mädchen zwischen 14 und 19 Jahren. Alle leben
während der Schulzeit im Internat, da sie sonst die Schule gar nicht
erreichen könnten. Jede von ihnen muss 120 $ Schulgeld im Jahr zahlen. Die
Eltern in dieser Gegend können soviel Geld kaum aufbringen, deshalb
erarbeiten sich die meisten Mädchen ihre Schulgebühren während der Ferien.
Während der Schulmonate haben die Mädchen 8 Unterrichtsstunden am Tag. Es
wird auf Englisch, der Amtssprache Ugandas, unterrichtet. Die Ausstattung
der Schule ist nicht besonders gut, da kaum Geld vorhanden ist. Fünf oder
mehr Schülerinnen müssen sich ein Schulbuch teilen. Das Essen ist einfach
und besteht mittags wie abends aus Bohnen mit Maisbrei. Einige Schülerinnen
und Schüler sowie Herr Schäfer und Frau Rammé haben eine Schulpartnerschaft
zwischen der Kangole Girls' SSS und der Sophie-Barat-Schule ins Leben
gerufen. Wir denken, dass wir dabei viel über das Leben in Afrika erfahren
können und jungen Menschen, die unter schwierigen Lebensbedingungen leben
und lernen, vielleicht ein wenig helfen können. Erste Kontakte hat es schon
gegeben. Schwester Florence ist interessiert und hat unseren Plan ihren
Schülerinnen nach den Ferien in Kangole vorgestellt.
Die
Sacré-Cœur Schwestern in Uganda
In der Ordensprovinz Uganda-Kenia arbeiten 63
Schwestern. 70% sind Einheimische. Die anderen kommen aus vielen
verschiedenen Ländern. Einige Schwestern arbeiten als Lehrerinnen und
Schulleiterinnen in drei Schulen. Die Provinzoberin ist Schwester Hilda
Bamwine, von der wir schon einige e-mails bekommen haben. Sie wohnt in
Kampala und hat von dort einmal am Tag Funk-Kontakt nach Kangole, denn
Telefon gibt es dort nicht. Schwester Hilda hat in den Vereinigten Staaten
studiert.Sie sagt, dass die Erziehung der Mädchen entscheidend für die
Entwicklung Afrikas sei. Sie ist sich sicher, dass eine bessere Erziehung
der Mädchen zu weniger Kriegen und einer Verbesserung der Lebensbedingungen
von Kindern führen wird. Deshalb setzt sie sich sehr für die Neugründung
einer Grundschule des Ordens im Süden Ugandas ein. Als Schwester Florence
neulich in Kampala zu Besuch war, hat sie uns eine e-mail mit wichtigen
Informationen über Kangole Girls’ SSS geschickt. Einige unserer Schülerinnen
und Schüler haben Briefe an die Schülerinnen in Kangole geschrieben. Die
Post ist tatsächlich angekommen und Schwester Florence hat sie nach den
zweimonatigen Schulferien in Kangole weitergegeben. Wir hoffen auf Antwort!
Das
Leben in Karamoja ist hart
Kangole liegt in der Region Karamoja im Osten
Ugandas. Das Gebiet liegt im Durchschnitt 1400 m hoch und besteht vor allem
aus trockener Savanne. Anders als im Süden Ugandas gibt es nur selten Regen.
Wenn es lange nicht geregnet hat, gedeihen kaum noch Pflanzen. Die
Karamajong (die Bewohner der Region Karamoja) leben traditionell von der
Viehhaltung. Ihre Tiere sind ihr Reichtum und nur, wer ausreichend Vieh
besitzt, wird geachtet und kann eine Familie ernähren. Früher war die
Gesellschaft der Karamajong wohlgeordnet. Sie basierte auf dem Zusammenhalt
der Großfamilien und der Stämme. Die Meinung der Ältesten wurde respektiert
und Überfälle auf Nachbarstämme, um Vieh zu erbeuten, waren eher selten. In
der letzten Zeit sind nun viele Schusswaffen an die Karamajong verkauft
worden und es kommt häufig zu Überfällen mit vielen Toten. Die Regierung hat
inzwischen eine Aktion gestartet, um illegale Waffen einzuziehen. In
Karamoja sind 90 % der Bevölkerung Analphabeten, also viel mehr als im
Durchschnitt des Landes. Dies gilt erst recht für die Frauen. Man kann sich
vorstellen, dass Eltern kaum einsehen, warum sie viel Geld für einen
Schulbesuch der Tochter ausgeben sollen.
Ausführliche Inforamtionen zur
Schulpartnerschaft und zu Uganda findet man auf der Website der Afrika AG:
www.sophie-barat-schule.de/uganda/ |