 Staatliche
Gewerbeschule
Werft und Hafen (G 7)
Wohlwillstr.46
20359 Hamburg
Tel.: 040 42854 7872
Lz. 161/5907
http://www.g7hh.de
Ansprechpartner:
Reinhard Paulsen
Tel.: 0171 3663279
E-Mail: Reinhard.Paulsen@t-online.de
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Seegüterkontrolleure
arbeiten im Hafen. Sie empfangen die verschiedenen Waren aus Übersee,
überprüfen diese auf Schäden, lagern sie ein und bearbeiten sie auch nach
Wunsch des Kunden.
Um diese anspruchsvolle Tätigkeit ausüben zu können, müssen künftige
Seegüterkontrolleure neben anderen Qualifikationen auch über eine gute
Warenkenntnis verfügen. Im Berufsschulunterricht lernen sie die wichtigsten
Weltwirtschaftspflanzen kennen, die zum Großteil aus Übersee importiert
werden.
Warum sollten die jungen Auszubildenden nicht einmal Kaffee, Baumwolle,
Bananen, Cashew etc. im Ursprungsland erleben?
Dieses anfangs kaum zu realisierende Traumziel ist inzwischen mehrfach
erprobt worden und wird den jungen Auszubildenden auf freiwilliger Basis
angeboten. Im Regelfall alle zwei Jahre findet eine Reise statt.
Anfang 2004 fuhren bereits zum 5. Mal junge Auszubildende im Beruf
Seegüterkontrolleur nach León, Nicaragua und die nächste Reise im Januar
2006 ist in Vorbereitung.
Auch wenn ein Hauptziel die berufliche Qualifikation im Bereich der
Warenkunde ist, werden daneben weitere wichtige Lernziele verfolgt:
Leben in einem Land der
"Dritten Welt", Kultur in Zentralamerika, Arbeitsbedingungen in einer auf
Handarbeit ausgerichteten Region, Städtepartnerschaft mit Zentralamerika
sind dabei einige der weitergehenden Themenbereiche. Während der kurzen 2
Wochen besuchen die jungen Auszubildenden verschiedene Produktionsanlagen
von: Kaffee, Kakao, Cashew, Zuckerrohr, Rum, Melasse, Erdnüsse, Tabak. Sie
erleben dabei das Land von der Pazifikküste (Poneloya und den Hafen Corinto)
bis ins Landesinnere (Waslala im Kakaoanbaugebiet), von Esteli (Tabakzone)
im Norden über Matagalpa (Kaffeegebiet) bis zu den beiden Süßwasserseen
(Managua am Managuasee, Granada und die Isletas am Nicaraguasee) im Süden,
besteigen den Vulkan Santiago im Nationalpark Masaya und sehen die heißen
Quellen von San Jacinto am Fuße des Cerro Negro.
Zum Programm gehören Besuche in aktuellen Städtepartnerschaftsprojekten, vom
Straßenkinder- bis zum Restcentprojekt.
Sie leben auf dieser Reise mitten unter den Menschen aus León, nicht in
einer nur für Touristen zugänglichen Enklave. Der Zugang zu den Menschen ist
so einfacher und er wird auch intensiv genutzt.
Ende März 2004 erschien eine umfangreiche Dokumentation der 5. Klassenreise.
Sie gibt die unterschiedlichen Eindrücke der Reise wieder, zeigt
unterschiedliche Facetten Nicaraguas und gibt auch eine kurze Einführung in
Warenkunde. Mit Unterstützung der Senatskanzlei der Freien und Hansestadt
Hamburg konnte diese Dokumentation für das Internet überarbeitet werden.
ZUR DOKUMENTATION |