Alles Müll - oder was?
Zielgruppe: Klassen 1-10
Für jeden in unserer Gesellschaft stellt sich die Frage, wie wir uns von einer
"Wegwerfgesellschaft" zu einer Gesellschaft entwickeln können, die sich das
Prinzip der Vermeidung zu eigen macht und zu einer Kreislaufwirtschaft gelangt.
Entscheidende Schritte hierzu erfordern Veränderungen im individuellen Verhalten. Nur
Abfallvermeidung führt dazu, dass weniger Abfall verbrannt werden muss und weniger
Treibhausgase erzeugt werden. Die Agenda 21 (Kap. 20 und 22) fordert alle Länder auf,
Anstrengungen zu unternehmen, mit sauberen, umweltfreundlichen Verfahren zu produzieren
und Abfälle zu vermeiden.
- Die Schüler und Schülerinnen starten mit einer Aktion, die auf das Problem aufmerksam
macht: z.B. Müllausstellung (dabei wird der Schulmüll über einen Tag/eine Woche
konsequent gesammelt und ausgestellt, Dosenturm etc.).
- Sie untersuchen Entstehung und Art von Müll ( in der Klasse, auf dem Hof, in den
Fluren, im Lehrerzimmer) und stellen Vermutungen über die ökologischen Folgewirkungen
der einzelnen Müllarten bzw. die durch unser Konsumverhalten entstandenen Schäden an.
- Sie stellen fest, ob beim Schulverkauf von Nahrungsmitteln oder anderen Produkten auf
Umweltaspekte. (Verpackung, Zusammensetzung, Entstehungsprozesse, Gesundheit) geachtet
wird. Wie sieht es beim Kiosk um die Ecke aus?
- Sie führen eine Befragung durch: "Auf welche Verpackung könntest Du ganz oder
teilweise verzichten? Wo siehst du Chancen Deinen Konsum umzustellen? (Fragebögen
dazu in der Beratungsstelle).
- Sie regen an, ein (auf die Klasse, die Person bezogenes) tägliches
"Müllbarometer" zu führen (Vorlage in der Beratungsstelle).
- Sie entwickeln ein Konzept (für einzelne Schüler und Schülerinnen/Klassen/die ganze
Schule) zur Müllvermeidung: "besser" (was läßt sich mehrfach benutzen?),
"anders" (gibt es Alternativen zur üblichen Verpackung/Nutzung?),
"weniger" (wo können wir weniger verwenden, wo ganz verzichten?).
- Sie stellen ihre Umsetzungskonzepte vor und beweisen Kosten-Nutzen Vorteile für
Abfallsortierung (im Klassenzimmer, in einem schulischen Sortierzentrum, in den
Fachräumen) und für Abfallwiederverwendung (Reparatur von Büchern, Spielwaren usw. im
Kunst-, Werk-, Arbeit u. Technikunterricht).
- Sie organisieren einen Flohmarkt, auf dem Wiederverwertbares zum Verkauf angeboten wird.
- Sie schreiben einen Wettbewerb aus, der überzeugende Produkte/Wiederverwendung
prämiert.
- Sie informieren sich über/ setzen sich kritisch auseinander mit: staatlichen Maßnahmen
zur "Müllbeseitigung" (Verbrennung, Kompostierung, Deponierung), mit Konzepten
zur Abfallvermeidung und -verringerung, mit der städtischen Müllentsorgung, mit
nationalen/internationalen Mülltransporten, den Auswirkungen von deutschen Müllexporten in
den Empfängerländern, dem Leben von Menschen des Südens, die vom Müllsammeln und
-sortieren leben.
- Sie stellen ihre Projektergebnisse vor: Hearing, Ausstellung, Lokale Agenda 21 zum Thema
Müll in unserer Schule, Einbeziehung des Stadtteils durch Information der Bürger und
Bürgerinnen, z.B. in der lokalen Presse.
in der unten angegebenen Beratungsstelle vorhanden
(Andere Bezugsquellen sind jeweils hinter dem Material angegeben.)
- Löster, D.: Projekt Müll. Mühlheim an der Ruhr 1993
- Marek, Regina: Materialien zum Modellversuch Abfallvermeidung und Abfallverwertung in
der Schule. 1996 116 Seiten
- Projektkoffer: Die umweltfreundliche Schultasche
- Projektkoffer: Papier selbstgemacht
- Projektkoffer zur getrennten Abfallsammlung
- Projektkoffer zu den Wertstoffen Papier, Metall Kunststoffe und Verbundstoffe
- Projektkoffer zur Arbeitsgemeinschaft Duales System Hamburg
- Arbeitsgemeinschaft Duales System Deutschland GmbH: Unterrichtsmaterial für das
Fachthema in der Sekundarstufe I: Stofftrennung und Verwertung von Verpackungsmaterialien.
Köln 1994.
- Müllgeschichten aus der "Einen Welt"- Projektbeispiele für Grundschule,
Sekundarstufe 1 und außerschulische Bildungsarbeit; Hg. Dritte Welt Haus Bielefeld
(August-Bebel-Str. 62, 33602 Bielefeld, Tel. 0521/ 62802), 95 S., Bielefeld 1994
- Die Zukunft denken - die Gegenwart gestalten (Leitbild 5: Von Müllbergen zu
Kreisläufen), Landesinstitut für Schule und Weiterbildung NRW (Hg.), Beltz Verlag 1997
- Otto, Karl-Heinz und Schrand, Hermann: Schule und Müll. In: geographie
heute 174/1999, S. 12-13
- Arbeitsgemeinschaft DSH - Herr Wöbcke, Tel. 040/73 60 50 40, Fax: 73 60 50 30
- Besichtigung der Sortieranlage über Herrn Wöbcke
- Besichtigung der Müllverbrennungsanlage über Herrn Braatz, Tel. 25 77 - 16 33
- Hamburger Stadtreinigung, Herr Braatz
- Nutzmüll e.V., Mendelsohnstr. 13, 22761 Hamburg, Tel. 89 13 45, Fax: 89 53 97
| Erstellt: 8.10.97 |
Modifiziert: 21.07.01
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