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Projektvorschlag 'Müll'

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Alles Müll - oder was?

Umweltbehörde: Abfall
Digitaler Umweltatlas Hamburg: Abfall

Zielgruppe: Klassen 1-10

Kurzbeschreibung

Für jeden in unserer Gesellschaft stellt sich die Frage, wie wir uns von einer "Wegwerfgesellschaft" zu einer Gesellschaft entwickeln können, die sich das Prinzip der Vermeidung zu eigen macht und zu einer Kreislaufwirtschaft gelangt. Entscheidende Schritte hierzu erfordern Veränderungen im individuellen Verhalten. Nur Abfallvermeidung führt dazu, dass weniger Abfall verbrannt werden muss und weniger Treibhausgase erzeugt werden. Die Agenda 21 (Kap. 20 und 22) fordert alle Länder auf, Anstrengungen zu unternehmen, mit sauberen, umweltfreundlichen Verfahren zu produzieren und Abfälle zu vermeiden.


Vorschläge zum Ablauf:

  1. Die Schüler und Schülerinnen starten mit einer Aktion, die auf das Problem aufmerksam macht: z.B. Müllausstellung (dabei wird der Schulmüll über einen Tag/eine Woche konsequent gesammelt und ausgestellt, Dosenturm etc.).
  2. Sie untersuchen Entstehung und Art von Müll ( in der Klasse, auf dem Hof, in den Fluren, im Lehrerzimmer) und stellen Vermutungen über die ökologischen Folgewirkungen der einzelnen Müllarten bzw. die durch unser Konsumverhalten entstandenen Schäden an.
  3. Sie stellen fest, ob beim Schulverkauf von Nahrungsmitteln oder anderen Produkten auf Umweltaspekte. (Verpackung, Zusammensetzung, Entstehungsprozesse, Gesundheit) geachtet wird. Wie sieht es beim Kiosk um die Ecke aus?
  4. Sie führen eine Befragung durch: "Auf welche Verpackung könntest Du ganz oder teilweise verzichten? Wo siehst du Chancen Deinen Konsum umzustellen?” (Fragebögen dazu in der Beratungsstelle).
  5. Sie regen an, ein (auf die Klasse, die Person bezogenes) tägliches "Müllbarometer" zu führen (Vorlage in der Beratungsstelle).
  6. Sie entwickeln ein Konzept (für einzelne Schüler und Schülerinnen/Klassen/die ganze Schule) zur Müllvermeidung: "besser" (was läßt sich mehrfach benutzen?), "anders" (gibt es Alternativen zur üblichen Verpackung/Nutzung?), "weniger" (wo können wir weniger verwenden, wo ganz verzichten?).
  7. Sie stellen ihre Umsetzungskonzepte vor und beweisen Kosten-Nutzen Vorteile für Abfallsortierung (im Klassenzimmer, in einem schulischen Sortierzentrum, in den Fachräumen) und für Abfallwiederverwendung (Reparatur von Büchern, Spielwaren usw. im Kunst-, Werk-, Arbeit u. Technikunterricht).
  8. Sie organisieren einen Flohmarkt, auf dem Wiederverwertbares zum Verkauf angeboten wird.
  9. Sie schreiben einen Wettbewerb aus, der überzeugende Produkte/Wiederverwendung prämiert.
  10. Sie informieren sich über/ setzen sich kritisch auseinander mit: staatlichen Maßnahmen zur "Müllbeseitigung" (Verbrennung, Kompostierung, Deponierung), mit Konzepten zur Abfallvermeidung und -verringerung, mit der städtischen Müllentsorgung, mit nationalen/internationalen Mülltransporten, den Auswirkungen von deutschen Müllexporten in den Empfängerländern, dem Leben von Menschen des Südens, die vom Müllsammeln und -sortieren leben.
  11. Sie stellen ihre Projektergebnisse vor: Hearing, Ausstellung, Lokale Agenda 21 zum Thema Müll in unserer Schule, Einbeziehung des Stadtteils durch Information der Bürger und Bürgerinnen, z.B. in der lokalen Presse.

Unterrichtsmaterial

in der unten angegebenen Beratungsstelle vorhanden
(Andere Bezugsquellen sind jeweils hinter dem Material angegeben.)

  1. Löster, D.: Projekt Müll. Mühlheim an der Ruhr 1993
  2. Marek, Regina: Materialien zum Modellversuch Abfallvermeidung und Abfallverwertung in der Schule. 1996 116 Seiten
  3. Projektkoffer: Die umweltfreundliche Schultasche
  4. Projektkoffer: Papier selbstgemacht
  5. Projektkoffer zur getrennten Abfallsammlung
  6. Projektkoffer zu den Wertstoffen Papier, Metall Kunststoffe und Verbundstoffe
  7. Projektkoffer zur Arbeitsgemeinschaft Duales System Hamburg
  8. Arbeitsgemeinschaft Duales System Deutschland GmbH: Unterrichtsmaterial für das Fachthema in der Sekundarstufe I: Stofftrennung und Verwertung von Verpackungsmaterialien. Köln 1994.
  9. Müllgeschichten aus der "Einen Welt"- Projektbeispiele für Grundschule, Sekundarstufe 1 und außerschulische Bildungsarbeit; Hg. Dritte Welt Haus Bielefeld (August-Bebel-Str. 62, 33602 Bielefeld, Tel. 0521/ 62802), 95 S., Bielefeld 1994
  10. Die Zukunft denken - die Gegenwart gestalten (Leitbild 5: Von Müllbergen zu Kreisläufen), Landesinstitut für Schule und Weiterbildung NRW (Hg.), Beltz Verlag 1997
  11. Otto, Karl-Heinz und Schrand, Hermann: Schule und Müll. In: geographie heute 174/1999, S. 12-13

Außerschulische Lernorte und Kontaktadressen:

  1. Arbeitsgemeinschaft DSH - Herr Wöbcke, Tel. 040/73 60 50 40, Fax: 73 60 50 30
  2. Besichtigung der Sortieranlage über Herrn Wöbcke
  3. Besichtigung der Müllverbrennungsanlage über Herrn Braatz, Tel. 25 77 - 16 33
  4. Hamburger Stadtreinigung, Herr Braatz
  5. Nutzmüll e.V., Mendelsohnstr. 13, 22761 Hamburg, Tel. 89 13 45, Fax: 89 53 97

Beratungsstellen:

  • ZSU (Regina Marek)
    Hemmingstedter Weg 142, 22609 Hamburg,
    Tel. 82 31 42-0, Fax: 82 31 42-22
    Sprechzeit: Donnerstag 11.00-13.00 Uhr und nach Absprache
  • Globales Lernen
    Robert Schreiber
    Ifl, Felix-Dahn-Str. 3, 20357 Hamburg
    Tel. 42801-2512; Fax. 42801-2758
    Sprechzeit: Do. 14.00 -16.00 Uhr u. nach Vereinbarung
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Erstellt: 8.10.97

Modifiziert: 21.07.01