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Globales Lernen:
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Unterrichtsprojekte

Ist noch O-saft für alle da?

Zielgruppe: ab Klasse 5 bis zur Sek.II

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Kurzbeschreibung

Orangensaft schmeckt gut und gilt als gesund. Kein Wunder also, dass Deutschland den weltweit höchsten Verbrauch pro Kopf und Jahr verzeichnet. Tendenz steigend. Welche globalen Auswirkungen hat dieser Verbrauch? Gibt es Alternativen, die einen Beitrag zur Agenda 21 darstellen können? Aufbauend auf Untersuchungen über ihre eigenen Verbrauchsgewohnheiten, die ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler, der Eltern, Verwandten, Freunde usw. informieren sich die Schüler und Schülerinnen über den Gesamtverbrauch an O-saft in Deutschland, der Welt. Sie erkennen den Zusammenhang zwischen O-saftverbrauch hier und globalem Energieeinsatz, Ausbeutung von Kinderarbeit, (Trink-) Wasserbedarf, Pestizideinsatz, Müllentsorgung und Anspruch an Anbaufläche. Die Bedeutung des Orangenanbaus für Länder wie Brasilien, wo fragwürdige Kinderarbeit auf den Orangenplantagen erheblich zum Exporterlös beiträgt, wird ihnen deutlich. In einer einfachen Ökobilanz kann auch schon jüngeren Kindern klar werden, wieso unser Konsumverhalten einen globalen Effekt hat.


Vorschläge zum Ablauf:

  1. Schüler und Schülerinnen erschmecken:
  2. Schüler und Schülerinnen untersuchen:
  3. Mit Hilfe geeigneter Materialien erfahren sie etwas
  4. Die Schüler und Schülerinnen denken nach über:
  5. Sie erkennen,
  6. Sie handeln und machen eine Verbraucherbefragung vor Supermärkten, schreiben Hersteller an.
  7. Die Klasse präsentiert der Öffentlichkeit ihre Ergebnisse und mögliche
  8. Alternativvorschläge zum O-Saftkonsum in Form einer Ausstellung, eines alternativen Werbespots, einer Aufklärungsbroschüre, die versucht, Ökobilanzen von verschiedenen Saftarten zu vergleichen.

Unterrichtsmaterial

in der unten angegebenen Beratungsstelle vorhanden

  1. Unterrichtseinheit Orangensaft, Hrsg. TransFair e.V. u.a., Köln 2000, Folien, Texte, Arbeitsblätter, Kopiervorlagen
  2. Orangensaft fair gehandelt, Arbeitshilfe für ein Brot für die Welt Projekt im Sprengel Osnabrück 2000/2001, Hannover 2000, 37 S.
  3. Orangensaft, Materialien für Bildungsarbeit und Aktionen, Hg. Misereor, Kindernothilfe, Brot für die Welt für TransFair, Aachen 1999, 36 S.
  4. Fleissner, Ulla/ Schlich, Elmar: Von der Orange zum Orangensaft. Die energetische Betrachtung der Produktion eines Lebensmittels; MNU 52/2 (1999) S. 94-101
  5. Cremer, Paul: Frisch gepresst. Orangensaft und Kinderarbeit. Hinweise für den Unterricht; Cornelsen Verlag 1999
  6. Bittere Orangen. Unterrichtsmaterial für die 5.-10. Schulstufe zum Thema Kinderarbeit und Orangensaft. Hg. Südwind Agentur, Wien o.J.
  7. Pilz, Brigitte, Zum Beispiel Orangen. Lamuv Verlag, Göttingen 1997
  8. Pflips, Christof: Orangensaft. Genuß global (Sek.I); In: geographie heute 146/1996, S. 12-15
  9. Pollmann, U.; Krämer, G.: Kinderarbeit und Orangensaft: Wir importieren Kinderarbeit aus Brasilien. Bielefeld 1995
  10. Kahlert, I.: Worin kaufe ich meinen Orangensaft? Eine Einführung in die Idee der Ökobilanzen. In: Praxis Grundschule, 19 (1995) 2 S. 8-15
  11. Bergmann, N.: Der Saft "von der Acht" gibt Kraft. In: Arbeiten und Lernen. Wirtschaft, 1(1991)3, S.24-28
  12. Zahn, B.: Das Packet aus Übersee. In: Dritte Welt in der Grundschule, 10 (1986) 3, S. 11-15
  13. Fränz, D.: Unterrichtsgänge in einem botanischen Schaugarten. Kokospalme, Citrusfrüchte, Banane. In: Der Mathematische und Naturwissenschaftliche Unterricht, 38 (1985) 2, S. 105-112
  14. Meyer, H.: Apfelsinen. In: Monatshefte für die Unterrichtspraxis, 50 (1982) 12, S. 751-758
  15. Bräutigam, G.: Wir stellen Orangensaft her. In: Grundschulmagazin, 9(1982) 9, S.13-14

Medien

  1. Dritte Welt Haus Bielefeld: Diaserie Orangensaft und Kinderarbeit. 36 Dias plus Textheft. Verleih: Landesmedienzentrum
  2. Bitter Orange. Ein VHS-Film von Frederico Füllgraf. Brasilien 1997, 30 Minuten. (Der Film Zeigt die Folgen niedriger Endverbraucherpreise bei uns für die Orangenpflücker in Brasilien, deren Alltag am Beispiel von Kiko und seinen Geschwistern geschildert wird)
    Verleih: Landesmedienzentrum

Außerschulische Lernorte und Kontaktadressen:

  1. Getränkegroßhandel/-vertrieb: (hier gibt es je nach Schulstandort eine große Zahl von Angeboten)
  2. Hersteller von Fruchtsäften u. -konzentraten:
  3. Verbände:
  4. Informationen über Frucht- und Gemüsesäfte aus dem Hamburger Umland bietet die Verbraucher-Zentrale Hamburg e.V. (-Umweltberatung-, Kirchenallee 22, 20099 Hamburg, Tel. 040/ 2 48 32-2 60; Fax. 040/ 2 48 32-2 90) u.a. mit einem Getränkekompass in dem Faltblatt "Kurze Wege für Mehrweg".
  5. Arbeitskreis Kinderarbeit und Orangensaft, Kontakt: Herr R. Meyer, Beethovenstr. 40, 73660 Urbach, Tel. 07181/ 83036
Beratungsstelle:

Globales Lernen
Robert Schreiber
Institut für Lehrerfortbildung,
Felix-Dahn-Str. 3
20357 Hamburg
Tel. 42801-2512; Fax. 42801-2758
Sprechzeit (Moorkamp 9): Do. 14.00-16.00 Uhr u. nach Vereinbarung

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Erstellt: 8.10.97

Modifiziert:  21.07.01