Gut leben, statt viel haben - die ganze Familie will
Strom sparen?
Zielgruppe: Klasse 7 bis Sek.II
|
|
Die Reduzierung des CO 2 Austoßes ist eines der wichtigsten Ziele für den
Umweltschutz. Auf unterster Ebene bedeutet dies, dass schon in den Familien darüber
nachgedacht werden sollte, wie Energie eingespart werden kann. Das tut nicht nur dem
Geldbeutel der Familie gut, sondern ist Voraussetung zur Lösung globaler Umweltprobleme.
Dieses Projekt eignet sich in besonderer Weise für eine Einbeziehung der Eltern in
schulische Aktivitäten. Sie sollten frühzeitig über die Inhalte und den Ablauf
informiert werden.
- Die Schüler und Schülerinnen bearbeiten (jeder für sich) einen Fragebogen: "Was
ich zum Leben brauche".
- Die Ergebnisse werden ausgewertet und zur Diskussion gestellt.
- Die Schüler und Schülerinnen untersuchen/ beschaffen sich Informationen über:
- Art um Umfang des Energieverbrauches einer Familie durch Anlegung eines Energieprofils
(Haus und Wohnen, Verkehr, Freizeit und Urlaub),
- den Energieverbrauch auf nationaler Ebene (einschließlich der CO 2 Produzenten
außerhalb der Privathaushalte).
- Sie entwickeln Vorschläge für Einsparungsmöglichkeiten in der Familie:
- im Bereich Haus und Wohnen,
- im Verkehr,
- im Urlaub und in der Freizeit.
- Sie errechnen die potentiellen Einsparungsmöglichkeiten dieser Vorschläge und finden
weiter Einsparungseffekte außerhalb der Familie (Schule, Behörden, Firmen usw.).
- Falls möglich, versuchen sie zusammen mit ihrer Familie für einige Zeit nach diesen
Vorschlägen zu leben. Sie berichten danach von den Schwierigkeiten und Erfahrungen. Dort,
wo dies nicht möglich ist, könnten die Familienmitglieder danach befragt werden, welche
Einsparungsmöglichkeiten sie für sinnvoll und durchführbar halten und warum sie
bestimmte Vorschläge ablehnen.
- Die Schüler und Schülerinnen erstellen eine Checkliste, mit der Einzelpersonen,
Familien, Schulen Behörden usw. bequem und schnell ihren individuellen Energieverbrauch
erkennen und Einsparungsmöglichkeiten auflisten können.
- Sie befragen Fachleute/Politiker:
- wie fördert der Staat, die Industrie diese Initiativen zum Sparen?
- welche weiteren Anreize zum Sparen sind geplant?
- auf welche Weise will die Bundesregierung das Ziel der CO2 Senkung um 25% bis 2005
erreichen?
- Sie präsentieren ihre Ergebnisse, Ideen und Forderungen in einer öffentlichen
Podiumsdiskussion und demonstrieren ihren Mitschülern, den Eltern und Lehrern mit Hilfe
geeigneter Spiele, Aufgaben, Karikaturen usw. Probleme des ungebremsten Energiekonsums.
- Den Abschluss könnte der Film "Mehr Frust als Lust" oder ein
Prioritätenspiel (in der Beratungsstelle vorhanden) bilden.
Ausweitungsmöglichkeiten:
- Welche weiteren Beiträge können die Familien zu einer umweltschonenden Lebensweise
leisten? (Müllvermeidung, alternative Freizeitmöglichkeiten, Ernährungsumstellung
usw.).
- Haben oder Sein? Kann ich mich von der Macht der Objekte befreien? (Philosophie, Ethik,
Deutsch, Kunst).
- Bau von praktischen (einfachen) Messgeräten zum Einsatz im Haus (Physik)
in der unten angegebenen Beratungsstelle vorhanden
(Andere Bezugsquellen sind jeweils hinter dem Material angegeben.)
- Brot für die Welt: Gott behüte, Mensch bewahre - Arbeitsheft zur 38.Aktion 1996/97,
Stuttgart 1996
- Kroß, E.: Familie Pepp will anders leben. In: geographie heute, Heft 146, S. 42-43
- Langbein, K.: Kursbuch Lebensqualität. Die Umwelt schonen, Geld sparen und angenehm
leben. Entscheidungshilfen für den Alltag. Köln 1995
- Schmidt, M.: Klimaschutz mit Pepp. Politische Ökologie - Special. Sep./Okt. 1993,
S.65-68
- German Watch, Regionalgruppe Hamburg (Hrsg.): Lokal handeln - global denken.
Zukunftsfähige City? Hamburg und die Agenda 21. Hamburg 1996
- "Gut leben, statt viel haben": In. GAL-Intern, Nr. 4/95, S.14, Hamburg 1995
- BUND/Misereor (Hrsg.): Zukunftsfähiges Deutschland -Ein Beitrag zur einer global
nachhaltigen Entwicklung, Bonn 1996
- Fromm, Erich: Haben oder Sein. Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft.
München 1991
- Nuber, Veronika: Die ungeheure Last des Überflüssigen. In: Psychologie heute, 4, 1995,
S.23
- Meier, Peter: Global! Egal? (Szene 7: Energieverbrauch, Klimaveränderung), Hg.
Arbeitsgemeinschaft Swissaid/Brot für alle/Fastenopfer,/Helvetas/Caritas; Berner
Lehrmittel- und Medienverlag 1998
Film:
- Mehr Frust als Lust - Eine Familie probt den Umweltschutz,
Adolf-Grimme-Institut, Deutschland 1992 (45 Min.)
- Die Farbe der Zukunft - 5 Familien proben den Umweltschutz,
Adolf-Grimme-Institut, Deutschland 1992 (3 X 30 Min.)
- Die Naturfreunde e.V. - Landesverband Hamburg, Böckmannstr.4, 20099 Hamburg
- Hamburger Klimaschutz-Fonds e.V., Stauffenbergstr.15, 22587 Hamburg, Tel. 89 98 35 88,
Fax. 89 98 30 94
- Hamburger Umweltzentrum Karlshöhe, Karlshöhe 60d, 22175 Hamburg, Tel. 640 20 19, Fax.
640 20 93
- Ökomarkt Verbraucher- und Agrarberatung e.V. Kurfürstenstr. 10, 22041 Hamburg, Tel. 65
65 042, Fax. 65 65 042
- Verbraucherzentrale Hamburg, Kirchenallee 22, 20099 Hamburg, Tel. 248 32-151, Fax. 248
32-290
| Erstellt: 8.10.97 |
Modifiziert: 21.07.01
|
|