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Globales Lernen: Reisen und Ferntourismus |
HOMEPAGE Reisen + Ferntourismus Themen |
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All Inclusiv |
| Pro | Contra | |
| Preis | Angebote
sind preislich unschlagbar und vor allem von vorneherein gut
kalkulierbar. Ich kriege für mein Geld soviel wie ich will und habe keine unvorhersehbaren Nebenkosten. |
All-inclusive
Angebote sind billig, weil sie die ökologischen und sozialen Kosten
für die verbrauchten Ressourcen nicht berücksichtigen. (z.B.
Flugbenzin, keine angemessenen Löhne).
Auf wessen Kosten geht eigentlich so ein billiger Urlaub? |
| Erholung in Sicherheit |
All-inclusive
Angebote bieten Rund-um Versorgung, Schutz, Sicherheit, totale
Organisation und Unterhaltung.
Ich fühle mich optimal versorgt, in meinem Bedürfnissen angenommen und muss mich um nichts kümmern: All-inclusive ist Erholung und Entspannung pur! |
All-inclusive
Angebote schneiden TouristInnen von der unmittelbaren Erfahrung des
Urlaubslandes ab, sie leben abgeschottet, unmündig und haben keine
Möglichkeit, Land und Leute kennenzulernen.
Wozu eigentlich in ein fremdes Land fahren, wenn ich kaum etwas davon sehe und Kontakt zu den dort lebenden Menschen fast nicht möglich ist, weil ich aus meinem "Ghetto" nicht herauskomme? |
| Philosophie der Gleichheit |
Die
Clubidee, die dem all-inclusive Modell zugrunde liegt, ist sehr
demokratisch: alle UrlauberInnen werden gleich behandelt, für alle ist
genug da und es gibt keine Statusunterschiede.
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Die
all-inclusive Resorts verwehren der einheimischen Bevölkerung den
Zutritt, sofern sie nicht als Bedienstete dort tätig sind. Er schafft
damit ein System sozialer und ökonomischer Ungleichheit, das die Welt
in innerhalb und außerhalb der Anlage unterteilt. (Wenn z.B. ein Strand
für die lokale Bevölkerung gesperrt wird, können sie dort nicht mehr
als Fischer tätig sein.)
Als all-inclusive TouristIn lebe ich in einer Luxusinsel, von der die einheimische Bevölkerung ausgeschlossen wird. Sie wird mir entweder als "mir zu Diensten" oder aber als gefährlich präsentiert. |
| Ökologische Auswirkungen |
All-inclusive
Resorts ermöglichen die Kanalisierung und Kontrolle des Massentourismus
- und damit auch seiner Umweltauswirkungen: der begrenzte Raum wird
optimal genutzt und die Restnatur bleibt verschont.
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Der
Ressourcenverbrauch für den Bau und den Betrieb einer all-inclusive
Anlage ist enorm: Für den Import des westlichen Konsummodells werden
Landschaften verbaut (nicht nur für die Anlage selbst, sondern auch
für die benötigte Infrastruktur), die Tier- und Pflanzenwelt stark
beeinträchtigt und vor allem ein hoher Energie - und Wasserverbrauch in
Kauf genommen. (In einem Luxushotel werden rund 600 Liter Wasser pro Tag
und pro Kopf verbraucht!).
Als All-inclusive TouristIn verbrauche ich z.B. viel Wasser (Swimming-Pools, Golfplätze, Duschen und Wasserspültoiletten), das in vielen der besuchten Ländern sehr knapp ist und von der Bevölkerung im Haushalt und der Landwirtschaft dringend benötigt wird. |
| Konsequenzen
für die Wirtschaft des Landes |
All-inclusive
Angebote sind auch für die Veranstalter gut kalkulierbar. Die in
Anspruch genommenen Dienstleistungen werden bereits im voraus - im
Herkunftsland - bezahlt.
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Lokale RestaurantbesitzerInnen,
Taxifahrer, Tourguides und Familienpensionen können neben All-inclusive
Resorts kaum überleben, da alles von den Resorts aus veranstaltet wird,
bzw. die TouristInnen ihre Anlagen kaum verlassen. Die Verteilung des
touristischen Einkommens ist ausgesprochen schlecht: allein 80% der
Reiseausgaben gehen auf das Konto der Veranstalter in Europa. Zudem
müssen die Destinationen oft viele Devisen für den Bau
touristischer.Infrastruktur aufbringen (Straßen, Flughäfen...)
Als all-inclusive TouristIn ist es mir kaum möglich, die lokale Wirtschaft zu unterstützen, da ich fast ausschließlich innerhalb des Resorts konsumiere und mein Urlaubsbudget schon im Reisebüro ausgegeben habe. |
| Eingerichtet: 15.06.01 |
Modifiziert: 14.10.03 |