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NEU! Hafenrundfahrt: Migration und Entwicklung

Wer sichert Hamburgs Reichtum und wie geben Migrant_innen etwas davon in ihre Heimatländer zurück? Der Hamburger Hafen verrät so einiges über historische und aktuelle Entwicklungspolitiken und Migrationsprozesse, die wir uns gemeinsam in ihrer Vielfalt anschauen werden. Ebenso werden internationale Wirtschaftszusammenhänge und ihre Auswirkungen auf Migration im Hafen sichtbar gemacht – von der Verschiffung von Luxusgütern wie Adidas Kleidung bis zur Basmati Parfümierung. Der Fokus liegt hierbei auf dem wechselwirkenden Zusammenhang von Migration und Entwicklung – im Herkunfts- ebenso wie im Zielland.

Auf der Route schippern wir vom Anleger Vorsetzen über den Ballinkai entlang der Süderelbe, genießen den atemberaubenden Blick auf und durch die Köhlbrandbrücke, fahren vorbei an riesigen Kränen und unzähligen Containern bis nach Altenwerder, zurück geht es dann über den Reiherstieg an zahlreichen ’Global Playern’ vorbei.

NEU! Stadtrundgang: Migration und Entwicklung

Migration findet statt. Oft wird diese Tatsache allerdings sehr einseitig beleuchtet. Im Stadtrundgang wollen wir uns mit den Bedingungen und Auswirkungen von Migration in seiner Vielfalt auseinandersetzen. Der Fokus liegt hierbei auf dem wechselwirkenden Zusammenhang von Migration und Entwicklung – im Herkunfts- ebenso wie im Zielland. Ökonomische und politische Entwicklungen auf globaler Ebene führen zu Migration; umgekehrt entwickeln Migrant_innen ihre Herkunftsländer in unterschiedlichster Weise. Beim Rundgang durch das Schanzenviertel werden ökonomische und politische Entwicklungen auf globaler und lokaler Ebene, migrantische Arbeitsplätze oder die Rolle von Diaspora Communities ebenso thematisiert, wie die Wege die so manches Auto oder Hühnerbein gehen.

Vom Recht zu bleiben… Migration, Flucht und Aufenthalt

Flüchtling, Geflüchtete_r, Asylbewerber_in, Illegale, Illegalisierte, irreguläre und reguläre Migrant_innen…

Die Liste an Zuschreibungen für Menschen im Migrationsprozess ist nahezu unendlich. Einige dieser Begriffe begegnen uns täglich. Doch was bedeuten sie eigentlich? Welche rechtlichen und politischen Bedeutungen verbergen sich hinter ihnen? Und welche Konsequenzen ergeben sich für das alltägliche Leben derer, die mit diesen Zuschreibungen konfrontiert sind?

Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, werden in diesem Workshop zunächst rechtliche sowie politische Aspekte von Migration und Aufenthalt geklärt.  Wir erarbeiten mit den Teilnehmern gemeinsam die Rahmenbedingungen zu Verbleib und Aufenthalt in Deutschland. Diskussion und aktuelle Medienberichte sind dabei ebenso Bestandteil des Seminars, wie Rollenspiele um sich in die Situation politischer Entscheidungsträger versetzen zu können.

Im Anschluss bietet sich der Rundgang “Menschen ohne Papiere” an.

Stadtrundgang: Geschichte(n) einer Migrationsgesellschaft

Kontinuitäten und Brüche der Einwanderung – Migration im postkolonialen Hamburg

Der Stadtrundgang nimmt die verschiedenen Strukturen der Migration nach Hamburg im 20. und 21. Jahrhundert unter die Lupe. Vor allem wegen des Hafens, des Handels und der Kolonien sind Menschen aus aller Welt nach Hamburg gekommen, um hier zu leben und zu arbeiten.

Die Hansestadt ist bekannt für ihre vielfältigen Diasporas und entwirft als »Tor zur Welt« ein weltoffenes und tolerantes Bild von sich. Doch weder historisch noch aktuell trifft diese Sicht zu, zumindest nicht für alle Gruppen von Migrant*innen. Der Rundgang über die Neustadt und St. Pauli beleuchtet wichtige Mosaiksteine von der kolonialen bis zur aktuellen Migration nach Hamburg. Vor allem die Reflektion über die entstandenen Vorurteile und Stereotype aus der Migrationsgeschichte stehen im Mittelpunkt der gemeinsamen Diskussion. Er führt vom Bismarkdenkmal bis hin zur Reeperbahn.

Stadtrundgang: Galao und Salpeter

Auf den Spuren von Spanien, Portugal und lateinamerikanischen Ländern in Hamburg

Der Galão ist fester Bestandteil der Hamburger Kaffeekultur geworden. Für manche Stadtteile hat die Einwanderung von Spaniern oder Portugiesen aber noch andere sichtbare Veränderungen im Stadtbild hinterlassen, die heute auch als touristische Attraktion Hamburgs angesehen werden. Das Chile-Haus oder die Laeisz-Halle prägen auf andere Weise das Stadtbild Hamburgs – von den Gebäuden lassen sich die historisch-kolonialen Beziehungen zu den jeweiligen Ländern nachzeichnen.

Auf den Spuren von Spaniern, Portugiesen und Lateinamerikanern werden sephardische Netzwerke, kolonialer Handel und aktuelle Beziehungen Hamburgs zu Orten, Gebäuden und Personen in Verbindung gebracht. Nicht zuletzt sind es vor allem Menschen aus diesen Ländern, die ihre Heimat in Hamburg gefunden haben und ihren Beitrag zur Gesellschaft in Hamburg leisten. Der Rundgang verbindet die Geschichte der Migration und des Handels mit aktuellen Einrichtungen wie der Europa-Lateinamerika/Karibik-Stiftung und zeigt anhand von aufgearbeiteten Fakten, Bildern und Hintergründen die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhänge auf.

 

Hafenrundfahrt: Stadt-Mensch-Fluss

Migrationsbewegungen im Hamburger Hafen

Die Hafenrundfahrt verknüpft Orte, an denen historische und aktuelle Migrationsbewegungen sichtbar werden. Von der Überseebrücke bis zu den Auswandererhallen gibt es viele Orte, die an die Ein- und Auswanderungen vergangener Jahrhunderte erinnern. Heute hat sich der Hafen auf einen neuen Migrationsfluss eingerichtet – auf KreuzfahrttouristInnnen. An Bord der Kreuzfahrtschiffe folgen viele Reisende noch heute kolonialen Routen und der Sehnsucht nach fernen Orten. Ihr Aufenthalt hat wirtschaftliche Vorteile für diese Stadt, deshalb sind sie willkommen. Andere sind es nicht. Sie kommen in der Hoffnung zu überleben und Sicherheit zu finden. So sind es sehr unterschiedliche Bilder und Vorstellungen, die Menschen zu fernen Orten bewegen.

Die Rundfahrt basiert auf dem migrationspolitisch so wichtigen Konzept des “Migrationsfluss”, welches auf der Rundfahrt erläutert wird. Kritisch werden die Migrationsbewegungen seit dem 17. Jahrhundert bis heute für die Stadt und den Hafen Hamburg dabei auf ihre Bedeutung für die Stadt Hamburg, die Länder der Migration und die Folge für die Migranten beleuchtet.

Stadtrundgang: Migrantische Communities in St. Georg

Identität, Religion und migrantische Ökonomie

Wenn von ‚migrantischen Communities’ die Rede ist, dann tauchen oft Vorstellungen homogener Gruppen auf. Dieser Rundgang widmet sich der Vielschichtigkeit von Identität als Zuordnungs- oder Abgrenzungsmerkmal in Gesellschaften. Das oft als „sehr bunt“ beschriebene St. Georg- Mitte eignet sich durch die migrantische Ökonomie vor Ort, aber auch als sozialer Raum, um sich über eigene Bilder, deren Entstehung und deren möglichen Wirkungen im Alltag bewusst zu werden.

Der Orient oder der Islam als Projektionsfläche von ‚Andersartigkeit’ wird ebenso analysiert, wie ‚Schwarz sein’ als Lebensrealität in Hamburg. Die Diskussionen um Rassismus, Alltagsdiskriminierung und Integration werden im Rundgang angeregt durch historisch-koloniale Bilder, Bezüge zu Geschäften und Moscheen vor Ort und der Begehung des sozialen Raums St. Georg- Mitte. Der Rundgang führt ausgehend vom Hotel Graf Moltke durch das Viertel und endet am Hansaplatz.

Zusatzangebot für Gruppen (nicht im regulären Rundgang enthalten):

In enger Zusammenarbeit mit unserem Partner, dem islamischen Zentrum Al-Nour, gibt es die Möglichkeit die Moschee zu besichtigen. Untergebracht seit über 10 Jahren in einer Tiefgarage(!) im Stadtteil St.Georg bietet die Stunde Raum für Informationen und Diskussionen rund um die Rolle des Islam in der deutschen Migrationsgesellschaft. Neben einer allgemeinen Einführung in den Islam können in einer offenen Diskussion alle aktuellen Themen des interreligiösen Dialogs, des Zusammenlebens in Städten und der Alltagsgestaltung mit den Islamgelehrten der Moschee diskutiert werden.

Stadtrundgang: Menschen ohne Papiere

Leben zwischen Alltag und Angst vor Entdeckung

Sie hüten Kinder, sie putzen und sie bauen Häuser – Es gibt zahlreiche Menschen in Hamburg, die in das alltägliche Leben eingebunden sind, die aber nach dem Gesetz eigentlich nicht hier sein dürften: irreguläre Migrant_innen.

Egal ob bei der Wohnungssuche, der Einschulung der Kinder, auf dem Weg zur Arbeit oder bei einer Krankheit – die Bewältigung des Alltags bedarf in dieser Situation einer guten Organisation. Der Stadtrundgang informiert über die Lebenssituationen von Menschen ohne Papiere und klärt über Mythen und Stereotype auf. Er bietet die Gelegenheit, Netzwerke und Organisationen von und für Menschen ohne Papiere näher kennenzulernen. Die Tour führt vom S-Bahnhof Wilhelmsburg aus in Richtung Kirchdorf (Süd) und endet am Karl-Arnold-Ring, von wo aus man entweder mit der „Wilden 13“ (Bus) in 7 min oder zu Fuß in ca. 20 min wieder an den S-Bahnhof Wilhelmsburg gelangt.

Der Rundgang basiert auf eigenen Forschungsarbeiten zum Thema und wird durch Erfahrungen aus NGO-Arbeit, Polizeiinterviews und den Arbeiten anderer Wissenschaftler ergänzt. Zur Veranschaulichung werden Bildtafeln sowie aktuelles statistisches Material aufbereitet.

2015 wurde der Rundgang aus dem Stadtteil Altona-Altstadt nach Wilhelmsburg verlegt. Die schnellen Veränderungen in Altona-Altstadt zwangen uns leider zu diesem Schritt, den wir aber mit Hilfe der Schüler der Nelson-Mandela-Schule in Kirchdorf super meistern konnten. Im Rahmen einer Projektwoche haben die Schüler und grenzgänger zusammen einen Rundgang für Wilhelmsburg-Kirchdorf entwickelt.