Stadtrundgang: Menschen ohne Papiere

Leben zwischen Alltag und Angst vor Entdeckung

Sie hüten Kinder, sie putzen und sie bauen Häuser – Es gibt zahlreiche Menschen in Hamburg, die in das alltägliche Leben eingebunden sind, die aber nach dem Gesetz eigentlich nicht hier sein dürften: irreguläre Migrant_innen.

Egal ob bei der Wohnungssuche, der Einschulung der Kinder, auf dem Weg zur Arbeit oder bei einer Krankheit – die Bewältigung des Alltags bedarf in dieser Situation einer guten Organisation. Der Stadtrundgang informiert über die Lebenssituationen von Menschen ohne Papiere und klärt über Mythen und Stereotype auf. Er bietet die Gelegenheit, Netzwerke und Organisationen von und für Menschen ohne Papiere näher kennenzulernen. Die Tour führt vom S-Bahnhof Wilhelmsburg aus in Richtung Kirchdorf (Süd) und endet am Karl-Arnold-Ring, von wo aus man entweder mit der „Wilden 13“ (Bus) in 7 min oder zu Fuß in ca. 20 min wieder an den S-Bahnhof Wilhelmsburg gelangt.

Der Rundgang basiert auf eigenen Forschungsarbeiten zum Thema und wird durch Erfahrungen aus NGO-Arbeit, Polizeiinterviews und den Arbeiten anderer Wissenschaftler ergänzt. Zur Veranschaulichung werden Bildtafeln sowie aktuelles statistisches Material aufbereitet.

2015 wurde der Rundgang aus dem Stadtteil Altona-Altstadt nach Wilhelmsburg verlegt. Die schnellen Veränderungen in Altona-Altstadt zwangen uns leider zu diesem Schritt, den wir aber mit Hilfe der Schüler der Nelson-Mandela-Schule in Kirchdorf super meistern konnten. Im Rahmen einer Projektwoche haben die Schüler und grenzgänger zusammen einen Rundgang für Wilhelmsburg-Kirchdorf entwickelt.